Kuba: 10 interessante Fakten, die du über das Land wissen solltest

Kuba: 10 interessante Fakten, die du über das Land wissen solltest

Kuba- das ist das Land der Oldtimer, des guten Rums, des Salsas, Sons und der besten Zigarren der Welt. Es ist einer der wenigen Länder mit sozialistischem System und zurzeit einer der beliebtesten Reiseziele. Aber was weißt du wirklich über Kuba? Hier erfährst du interessante Fakten über Kuba, die du wissen solltest:

1. Kuba hat zwei Währungen

In Kuba gibt es zwei Währungen- die Moneda nacional (CUP) und die Pesos convertibles (CUC). Einfach erklärt könnte man sagen, dass die Moneda nacional, die Währung der Kubaner und die Pesos convertibles, die teurere Währung der Touristen ist, aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Kubaner bekommen ihren Lohn immer in CUP ausgezahlt. Dafür bekommen sie Grundnahrungsmittel, können in einigen Bars für Einheimische essen und trinken und Verkehrsmittel nutzen. Aber einige Dinge (beispielsweise importierte Waren, bestimmte Dienstleistungen, etc.) können nur in CUC bezahlt werden. Was jedoch stimmt ist, dass du als Tourist nie mit der Moneda nacional in Berührung kommen musst, denn du kannst (fast) überall mit CUC zahlen. Lange Zeit war es wohl sogar verboten, als Tourist CUP zu besitzen, aber mittlerweile gilt es sogar als absoluter Geheimtipp, auch mal in Moneda nacional zu bezahlen. Wieso? Weil alles in CUP viel günstiger ist! Wenn du beispielsweise Taxi fährst und mit CUP zahlst, zahlst du nur einen Bruchteil davon, was du in Pesos convertibles zahlen müsstest. Außerdem kommst du so mit dem “echten” Kuba in Berührung- du kannst dort essen und trinken, wo normalerweise nur Einheimische sind.

Kuba Währung.jpg
5 Pesos convertibles (CUC)

2. Internet? Nur mit Karte auf Zeit

Nach meiner Kubareise weiß ich, mal eben im Internet zu surfen, den Freunden eine Nachricht auf Whatsapp schreiben, in Hotels gratis WLAN zu haben- das ist Luxus! Denn in Kuba ist das Internet keine Selbstverständlichkeit und sehr teuer! Um überhaupt ins Internet zu kommen, reicht es nicht, nur nach einem WLAN Hotspot zu suchen und dich damit zu verbinden. Viele Hotels haben zum Beispiel einen WLAN Hotspot, aber du kannst ihn nicht einfach gratis nutzen. Du musst zunächst eine Internetkarte (für 1 Stunde Internet) kaufen, die du entweder mit Glück und für viel Geld im Hotel kaufen kannst oder im nächsten Telepunto findest. Selbst Kubaner brauchen eine Internetkarte und einen Hotspot, denn es ist verboten einen Internetanschluss zu Hause zu haben! Wenn du schließlich eine begehrte Karte ergattern konntest, ist es damit noch nicht getan. Nun heißt es Daumen drücken! Erst musst du einen WLAN- Hotspot finden (an allen Telepuntos, größeren, öffentlichen Plätzen und vielen Hotels) und dich mit deinen Zugangsdaten verbinden. Ob du dich tatsächlich mit dem Internet verbinden kannst, ist Glückssache! Entweder es dauert ewig bis du dich verbinden kannst oder es funktioniert gar nicht…Wenn du es aber irgendwann endlich geschafft hast- genieße deine 1 Stunde Internet!

3. El último?- lange Warteschlangen

Kuba ist das Land der Warteschlangen. Wenn du etwas brauchst, bring Zeit und Geduld mit. Egal ob du Geld wechseln willst, eine Internetkarte brauchst (siehe Punkt 2), Verkehrsmittel nutzen willst, etc., du wirst wahrscheinlich in einer Schlange anstehen müssen. Das dieses Anstehen zur kubanischen Kultur und für Kubaner zum alltäglichen Leben gehört, wirst du daran merken, dass ständig die Worte “El último” fallen. Damit will der gerade ankommende Kubaner wissen, wo die Schlange aufhört, damit er weiß, wo er sich anstellen soll. Übersetzt heißt “el último” nämlich der Letzte. 

4. Gähnende Leere im Supermarkt

Stell dir vor: Du gehst in den nächsten kubanischen Supermarkt, weil du großen Durst und Hunger hast. Du hast schon genau im Kopf, was du kaufen willst- ein leckeres, kubanisches Bier, ein Wasser und ein kleiner Snack. Voller Vorfreude gehst du in den Laden nur um festzustellen, dass die Regale leer sind! Wasser und Bier ist aus und für deinen Snack gibt es auch keine große Auswahl. Traurig kaufst du dir eine Flasche Rum, eine Cola und ein trockenes Brötchen. So etwas kann dir tatsächlich passieren! In Kuba herrscht ein Mangel an Lebensmitteln und das merkt man! Das Paradoxe: Wenn du in einen anderen Supermarkt gehst, gibt es dort wahrscheinlich einige Lebensmittel, die es in dem anderen nicht gab, dafür fehlen dort andere. Das führte dazu, dass ich zum Beispiel in vier unterschiedliche Läden gegangen bin, um alles zu bekommen, was ich wollte. Am nächsten Tag kann es im Supermarkt übrigens wieder ganz anders aussehen! Dann fehlen vielleicht wieder Lebensmittel, die es gestern noch gab.

5. Bildung und ärztliche Versorgung ist kostenlos

Ein kubanischer Staatsbürger geht kostenlos zur Schule, wobei auch seine Uniformen und Schulbücher vom Staat bezahlt werden. Wird er krank oder ist verletzt, muss er ebenfalls nicht für den Arzt oder Krankenhaus zahlen. Übrigens sind sogar Schönheitsoperationen für Kubaner umsonst ;).

6. Vorsicht vor den Jineteros!

Eine nicht so schöne Seite Kubas sind die Jineteros. Dabei handelt es sich um Männer oder Frauen (jineteras), die dich anquatschen und irgendein Anliegen haben. Entweder wollen sie dir etwas verkaufen (“günstige” Zigarren z.B.), etwas von dir haben (Kugelschreiber, Seife, etc.) oder sie kennen da so ein richtig gutes Restaurant, in dem du Glückspilz Rabatt kriegst, wenn du mitkommst. Am Ende wirst du allerdings ordentlich draufzahlen, denn der jinetero verdient an dir! Oft findest du jineteros an typischen Plätzen mit vielen Touristen und sie können auch recht nervig sein. Mit einem vehementen No! oder Déjame en paz! (Lass mich in Ruhe!) sollten sie von dir ablassen.

7. 15 CUC ist der Durchschnitt auf Kuba

Kuba ist ein armes Land- das wird vor allem deutlich, wenn man sich den Durchschnittslohn der Kubaner vor Augen hält- 15 CUC! Das sind umgerechnet ca. 15 Euro! Natürlich ist das Leben günstiger und kein Kubaner muss hungern, aber Luxus kann man sich mit so einem Gehalt auch nicht leisten. Interessanterweise sind nicht etwa Ärzte die reichsten, sondern Personen, die im Tourismus arbeiten – sie kriegen zu ihrem Gehalt noch Trinkgeld (in CUC!) und haben somit letztendlich mehr.

8. Kubaner dürfen erst seit Kurzem wieder reisen

Als Fidel Castro an der Macht war, war es den Kubanern (ohne bestimmten Grund) verboten, das Land zu verlassen. Durch Raúl Castro ist es kubanischen Staatsbürgern nun theoretisch wieder erlaubt, auch wenn sich die Praxis als schwierig erweist. Denn wenn ein Kubaner verreisen will, braucht er für fast jedes Land erst ein Visum und natürlich viel Geld, was kaum einer hat. Zudem müssen Kubaner eine hohe Kaution zahlen, die sicherstellen soll, das sie auch wieder ins Land zurückkommen.

9. Piropos

Es gehört zur kubanischen Kultur, dass Männer den Frauen Komplimente für ihre Schönheit machen. Das kann sich in Pfiffen, kurzen Äußerungen wie linda oder guapa (hübsch) oder richtig kreativen Anmachsprüchen äußern. Diese Art der Komplimente werden piropo genannt und der richtige Umgang damit ist, nicht darauf einzugehen. Eine kubanische Frau würde die Männer einfach ignorieren oder vielleicht mal zulächeln, aber ein absolutes No-go wäre es, auf die Anmache einzugehen und den Männern einen Korb zu geben.

10. Private Restaurants sind besser als staatliche

Das meiste ist auf Kuba verstaatlicht, aber eines der Dinge, die auch privat betrieben werden dürfen, sind private Restaurants- die sogenannten Paladares. Privat heißt, du isst bei einer kubanischen Familie zuhause. Die Familie kocht also in ihrer eigenen Küche. Das Essen ist meist viel besser als in staatlichen Restaurants, weil sich die Familie viel Mühe gibt, damit du zufrieden bist. In Paldares wird meistens typisch kubanisches Essen serviert und es werden viele verschiedene Speisen aufgetischt. Zwar sind Paladares oft etwas teurer als staatliche (meist zwischen 10-15 CUC), aber es lohnt sich, glaub mir!

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