Mystische Maya-Ruinen im Dschungel: Was dich in Cobá erwartet

Mystische Maya-Ruinen im Dschungel: Was dich in Cobá erwartet

Vergiss Chichén Itzá! Wenn du ein echtes Abenteuer erleben willst, dann fahr nach Cobá zu den Maya-Ruinen in Mexiko, denn diese liegen mitten im Dschungel und du kannst dort auf die höchste Pyramide Yucatáns klettern!

Etwa 40km von der karibischen Küste entfernt und mitten im Dschungel befindet sich Cobá mit seinen geheimnisvollen Maya-Ruinen. Der Ort war einst eine der größten Mayastätten Yucatáns und diese Größe wird auch heute noch deutlich, denn die Maya-Ruinen liegen zum Teil kilometerweit voneinander entfernt. Aus diesem Grund wundert es auch nicht, dass die archäologischen Arbeiten immernoch nicht abgeschlossen sind und viele Fragen offen bleiben. Archäologen können sich zum Beispiel nicht erklären, wieso Cobá bereits verlassen war, als die Spanier die Stadt im 16 Jhd. entdeckten.

Erkunde die Maya-Ruinen auf eigene Faust

Maya-Ruinen

Umso spannender ist es, wenn man die Mayastätte auf eigene Faust erkunden kann. Am Eingang kannst du auf einer Karte sehen, dass die Ausgrabungsstätte durch lange Wege miteinander verbunden sind. Die erste Ruine ist aber relativ nah am Eingang und kann ohne Probleme zu Fuß erkundet werden. Dort kannst du beispielsweise eine kleinere Pyramide und einen Ballspielplatz sehen.

Maya-Ruinen Cobá

Danach hast du die Wahl:

– entweder du gehst zu Fuß weiter, was nicht zu empfehlen ist (der Weg ist wirklich weit, es ist heiß und anstrengend)

– du leihst dir ein Fahrrad und fährst selbst

– du nimmst dir ein Fahrradtaxi und lässt dich kutschieren;)

Da die Preise absolut in Ordnung sind, habe ich mich für ein Fahrradtaxi entschieden und kann es wirklich weiterempfehlen. Denn so kannst du die einheimischen Fahrer nach den Sehenswürdigkeiten fragen, die du auf dem Weg siehst und sie halten auch an, wenn du dir eine Ruine genauer anschauen willst.

Das Ballspiel der Maya

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Das Ballspiel- ein weiteres Geheimnis der Maya

In Cobá gibt es mehrere Plätze für das Ballspiel der Maya, die man in den meisten Mayastätten finden kann. Auch über das Ballspiel ist bis heute wenig bekannt. Es wird vermutet, dass es darum ging, einen sehr schweren Gummiball, der auf einer von zwei gegenüberliegenden Mauern (s.o.) rollte, mit der Hüfte, den Schultern oder Ellenbogen davon abzuhalten, auf den Boden zu fallen. Zusätzlich gab es an jeder Mauer einen Ring, durch den die Spieler den Ball schlagen mussten. Am Ende wurde jemand geopfert, ob es die Sieger oder Verlierer waren, ist unklar.

Am Ende der Fahrt, kommst du am Highlight Cobás an- der Nohoch Mul- Pyramide. Sie ist mit 42m die höchste Pyramide Yucatáns und eine der wenigen, auf die du bis heute noch klettern kannst.

Die Nohoch Mul-Pyramide

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Die Nohoch Mul- Pyramide

Die Pyramide zu besteigen ist gar nicht so einfach. Außer einem Seil in der Mitte der Pyramide gibt es nichts, an dem du dich festhalten kannst. Die 120 Stufen sind unterschiedlich groß und glatt, wodurch sie sehr rutschig sein können. Zusätzlich ist es schwül heiß und die Sonne knallt auf den Kopf. Aber wenn du schon da bist und vor dieser Pyramide stehst, dann lässt du dich von nichts abbringen, oder?

Stufe für Stufe geht es also langsam hoch, das Seil wird zur Sicherheit nicht eine Sekunde losgelassen, der Schweiß fließt in Strömen runter und es wird auf keinen Fall nach unten, sondern nur nach oben geguckt…Und dann nach den letzten Stufen hast du es geschafft! Klitschnass, aber stolz wirst du mit einem atemberaubenden Blick belohnt.

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Der Dschungel von oben

Von oben wird einem bewusst, dass man wirklich mitten im Dschungel ist und das der viel größer ist, als man dachte! Auf der Pyramide selbst steht noch ein kleiner Altar, den du dir ansehen kann, aber der wird bei diesem Anblick in die Ferne zur Nebensache. Irgendwann fällt dir dann ein, dass du ja auch wieder runter muss… Spätestens jetzt wird selbst dem mutigsten und furchtlosesten Abenteurer etwas mulmig, denn, wir erinnern uns, es gibt nur ein Seil zum festhalten, die Stufen sind rutschig und, ah ja, die Pyramide ist 42m hoch…

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der beschwerliche Weg nach unten

Während beim Hochgehen die Mutigen ganz ohne Seil hochgingen, traut sich beim Runtergehen kaum einer sich zu weit weg vom Seil zu bewegen. Im Vergleich mit dem Abstieg, war der Aufstieg ein Klacks. Also “rutschst” du gaaaanz vorsichtig Stufe für Stufe runter, hälst dich an Seil und Stufe fest und fragst dich, was dir wohl passiert, wenn du runterstürzen solltest. Denn weit und breit sind weder eine Aufsicht noch Rettungskräfte in Sicht, die im Notfall direkt zur Stelle sind. Und wenn hier einer runterstürzen sollte, dann fallen wahrscheinlich alle wie Dominosteine mit herunter. Kein schönes Szenario. Kein schöner Gedanke, während du da gerade die Stufen herunterkletterst.Wenn du schließlich doch sicher unten ankommst, sprudelst du nur so vor Glücksgefühlen. Die gerade gespürte Angst ist wie vergessen, denn du hast die höchste Pyramide Yucatáns bezwungen!
Mehr Abenteuer geht nicht!

Travelkets Tipps für das Abenteuer im Dschungel:
– vergiss den Mücken- und Sonnenschutz nicht!
– bringe SEHR viel Wasser zum Trinken mit, denn du wirst viel Flüssigkeit verlieren!
– lasse deine Höhenangst zu Hause!

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